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Der Kirchturm bleibt voraussichtlich im Ortsbild erhalten

Pfarrkirche St. Nikolaus Olsberg Olsberg. Die gute Nachricht zuerst: der Kirchturm der Olsberger St. Nikolaus Kirche kann saniert werden. Doch die notwendigen Arbeiten werden sehr lange dauern und viel Geld verschlingen.

Dombaumeister Gunther Rohrberg aus Lippstadt stellte Ende 2019 den Mitgliedern des Olsberger Kirchenvorstands die Ergebnisse seiner ausführlichen Bestandsaufnahme vor. Außerdem hatte er konkrete Pläne und eine Kostenschätzung für die notwendige Sanierung im Gepäck.

Herabfallende Gesteinsbrocken rund um den Olsberger Kirchturm machten vor einem Jahr auf akuten Handlungsbedarf aufmerksam. Jetzt steht fest, dass eine Sanierung der Fassade unumgänglich ist. Alle Fugen müssen nach einer gründlichen Vorreinigung der Wandflächen mindestens 6 cm ausgestemmt werden. Im zweiten Schritt müssen diese dann neu verfugt werden. Da die Fugen lediglich bei konstanten Temperaturen zwischen 5°C und 30°C optimal verfestigen, fallen die Monate Dezember bis März in unseren Breitengraden für derartige Arbeiten aus. Rohrberg schlägt vor, mit dem Entfugen im September zu beginnen und im kommenden Jahr ab April mit den Neuverfugungen fortzufahren. Er geht von einer Gesamtbauzeit von etwa 14 Monaten aus. Da die vorausgehenden Planungen, das zeitaufwendige Genehmigungsverfahren in Paderborn und die Ausschreibungen der Gewerke aller Voraussicht nach das ganze Jahr 2020 in Anspruch nehmen werden, kann mit einem frühesten Baubeginn in 2021 gerechnet werden.

Im ersten Schritt wurde Dipl.-Ing. Rohrberg mit der Ausführungsplanung beauftragt. Laut seiner Kostenschätzung ist mit Gesamtkosten von 650.000 Euro zu rechnen. Voraussichtlich können 75% dieser Summe durch das erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn gefördert werden. Da die Olsberger Kirchengemeinde in den vergangenen Jahren gut mit ihren zugewiesenen Einnahmen aus Kirchensteuermitteln gewirtschaftet hat, kann von einer Finanzierbarkeit der Baumaßnahme ausgegangen werden. Voraussetzung ist allerdings die zusätzliche Beschaffung von Geldmitteln durch Maßnahmen in der Gemeinde. Dazu nimmt der Kirchenvorstand gerne Ideen und konkrete Vorschläge entgegen.